»If you want to win anything - a race, yourself, your life - you have to go a little bit berserk!« – George Sheehan

Challenge Roth 2016

Ich war in den letzten Tagen von Donnerstag bis Montag in Roth zur Challenge. Am Sonntag hatte ich dort die Ehre, dass ich mit Ronny und Ingo die 23. von 30 Staffeln für die Hardtseemafia bilden durfte. Nachdem Ronny zwischen 1:10 und 1:20 Std. schwimmen wollte, kletterte er in ziemlich guten 1:15 Std. aus dem Wasser. Da ich Ingo erst sechs Wochen vorher ziemlich spontan mit dem Vorschlag seinen ersten Marathon in Roth zu laufen überredet hatte, wollte ich mir natürlich nicht zu viel Zeit lassen, damit er auf jeden Fall genügend Zeit hat den Marathon entspannt zu laufen und danach noch einen Tribünenplatz bei der Finishlineparty zu ergattern.

Radstrecke Roth

Die Radstrecke in Roth besteht aus quasi zwei Runden. Aus der Wechselzone fährt man knapp 200 m bis zur Hauptstraße und ist somit auf dem Rundkurs, der über 85 km geht. Nach der zweiten Runde bleibt man auf der Strecke und folgt ihr noch weitere ca. 3 km bis man in Eckersmühlen nicht links in die dritte, sondern nach rechts in Richtung Roth abbiegt (Stern 1). Direkt am Ortseingang in Roth befindet sich die Wechselzone 2, sodass hier die muntere Radtour beendet ist. Die Strecke weißt etwa 1.300 Höhenmeter auf und ist im Vergleich zum OstseeMan keineswegs verwinkelt, sodass sich 98 % aller Kurven mit Tempo und Aeroposition nehmen lässt. Grundsätzlich ist die Strecke auch schön rhythmisch zu fahren. Einzig der Berg bei Greding (Stern 3) mit zwischendurch 10 % Steigung und einer Länge von bestimmt 6-8 km ist gemein. Dort ist man bei km 40 und 135. Die ersten 2 km auf der Steigung sind fies, danach wird es deutlich flacher, sodass man wieder in Aeroposition fahren kann. Nichtsdestotrotz erreicht man den höchsten Punkt eben erst einige Kilometer später. Aufgrund der Länge kostet die Passage natürlich Zeit. Zwei weitere Knackpunkte, die aber deutlich kürzer sind, sind der Kränzleinsberg (Stern 6) kurz vor Hilpoltstein und der berühmte Solarer Berg (Stern 7) raus aus Hilpoltstein. Speziell zweiterer ist total irre. Hier empfehle ich einfach mal Youtube zu benutzen. Tour de France Feeling vom Feinsten sage ich euch! Bergab geht es dafür zwischen Thalmässing und Gerding für einige Kilometer sowie die Serpentinen runter nach Obermässing. Speziell zweitere haben es in sich.

Kommen wir zu den harten Fakten

Das ist meine Einheit im Polar Flow: https://flow.polar.com/training/analysis/702363705

5:12:09 Std. Ich habe hierbei die Uhr beim Anfahren und nicht beim Rüberschieben über die Timingmatte gestartet, sodass mir hier ca. 20 Sek. im Vergleich zu den Ergebnislisten fehlen.

34,4 km/h im Durchschnitt
202 Watt im Durchschnitt
219 Watt normalisierte Leistung
144 bpm/min im Durchschnitt
3864 kcal verbrannt
77 Trittfrequenz im Durchschnitt

In Bezug zu meiner Laktatschwelle/ meinem FTP-Wert ergibt sich ein Identitätsfaktor von 0,71. 1,0 wäre genau der FTP-Wert. Joe Friel listet für Langdistanz Amateure einen perfekten IF von 0,6 – 0,7 sowie für Profis einen IF von 0,7 – 0,79. Ich zähle mich jetzt einfach mal frecherweise nicht mehr als Rookie, sodass ich mit den 0,71 durchaus zufrieden bin. Des Weiteren bin ich vorher noch nie 180 km nach Watt gefahren, sodass es für mich hier Neuland war (und nicht mehr ist liebe Angie).
Viel wichtiger ist jedoch im Rennen der Variabilitätsindex. Dieser berechnet sich aus der normalisierten Leistung durch die durchschnittliche Leistung. Die normalisierte Leistung ist bekanntlich die durchschnittliche Leistung mit Schwerpunkt auf die Trittphasen, sodass die Phasen ohne Trittfrequenz schwächer gewertet werden. Bei Intervalltraining ist die normalisierte Leistung entsprechend deutlich anders als bei konstanten Dauereinheiten. Der Variabilitätsindex sagt somit aus, wie konstant ich gefahren bin. 219 durch 202 ergibt 1,08. Perfekt laut Joe Friel wären auf einer Langdistanz unter 1,05. Dies hätte ich auch geschafft, wenn nicht die letzten 1 bis 1,5 Rennstunden gewesen wären, aber dazu gleich mehr.

Challenge Roth Radauswertung- Polar Flow Auswertung -

Meine persönliche Auswertung

Die Zeit finde ich ziemlich mistig. Eigentlich wäre ich sie gerne so 10 Min. schneller gefahren. Die ersten 30 km liefen auch ganz gut, aber dann merkte ich mal wieder meine Lendenwirbel und mit der schwindenden Motivation war bis KM 100 dann auch ziemlich doll der Ofen aus und die Motivation im Eimer. Ich weiß gar nicht, wie oft ich in der Zeit überlegt habe den OstseeMan in 2,5 Wochen einfach abzusagen… Shit! Wenn man einmal im Rennen in so einem negativen Gedankenstrudel ist, ist es verdammt schwierig dort wieder herauszukommen. Letztendlich habe ich aber nicht genug Druck auf den Pedalen gehabt – so wie schon die gesamte Saison nicht und ich weiß ganz ehrlich nicht warum. Meine aktuelle Vermutung ist, dass ich durch die Achillessehnengeschichte das Krafttraining massiv runtergeschraubt habe und danach auch die Radintervalle ziemlich lange aussetzen musste und entsprechend verschleppt habe. Das wird sich jetzt wohl rächen.

Auf der positiven Seite steht das Pacing, welches sich ja nun auch im IF widerspiegelt. Guckt man sich oben die Kurven an sieht man neben viel zickzack auch, dass ich dort in der zweiten Hälfte keinen Einbruch habe. Wahrscheinlich sind das die ersten 180 km, die ich konstant gefahren bin. Die zweite Radrunde  bin ich ganze 39 sec langsamer als die erste Runde gefahren, wobei ich in der ersten Runde noch die 200 m Auffahrt hatte und die zweite Runde deutlich windiger war. Die letzten 9 km nach Roth rein bin ich im 37,8er Schnitt gefahren. Bei den durchschnittlichen Wattwerten sieht es so aus: 198 (Runde 1), 205 (Runde 2), 218 (Einfahrt Roth). Nach einer wirklich guten Massage in der Wechselzone und keinerlei Problemen zu Ingo zur Staffelübergabe fix zu laufen, hatte ich am Montag auch keinerlei Muskelkater oder schwere Beine. Irre. Dafür war und bin ich noch recht müde, was aber auch an vier Nächten im kleinen Igluzelt liegen wird. Für einen Einzelstart muss ich mir dort noch eine Alternative kaufen… ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn:
Die Zeit ist murks, aber das Pacing ist astrein oder wie es so schön heißt: Nach Watt fahren, macht einsam. Erst wirst Du überholt und dann sammelt man ein. Auch die Ergebnisse lesen sich nicht so schlecht: 220. nach dem Schwimmen und Platz 104 nach dem Radeln. Also irgendwie die Kraft in den Griff kriegen und dann wird das schon.

Mein Rennbericht

Nachdem ich bis hinter Eckersmühlen einen 39er Schnitt hatte, musste ich ein wenig das Tempo rausnehmen, sodass ich nach etwa 10 km meine Wattwerte gefunden habe. Knapp die erste Rennstunde verlief so gut, dass ich schon ein wenig Angst hatte. Als Staffelfahrer ist es auf der Radstrecke echt angenehm. Die schnellen Amateure starten mit Dir gerade in die zweite Radrunde, weil sie 3,5 Std vor uns ihren Schwimmstart hatten. Die letzten Amateure starten eine Stunde vor den Staffeln, sodass auch hier die letzten Teilnehmer ziemlich fix von uns Staffelradfahrern überholt werden. Die erste Runde war entsprechend voller, da ich hier eben mit überrundet wurde während ich aber parallel das Einzelstarterfeld die ganze Zeit von hinten aufgerollt habe. Just in dem Moment kurz hinter Thalmässing als ich mich freue, dass ich ja keinerlei Rückenprobleme habe, setzen wieder einmal meine Lendenwirbelprobleme ein. Die sind nun schon seit April mein regelmäßiger Begleiter und bis zum MRT und Orthopädenauswertung wird der 1. September vergangen sein. Hilft ja nichts. Gute Orthopäden sind eben beliebt… Als es dann auch noch in meinen rechten Oberschenkel wieder einmal runterzog, wurden meine Oberschenkel schlagartig schwer. Der Ofen war aus. Das zeigt sich auch in den Wattwerten ab KM 30. Von dort an hieß es eigentlich nur noch irgendwie überleben und gucken, dass ich wenigstens konstante Wattwerte gefahren kriege.
Nachdem ich in den letzten Jahren in den Abfahrten ein ziemlicher Schisser war, fühle ich mich seit meinem Bikefitting im Winter ziemlich wohl auf meinem Rad. Entsprechend wohl fühle ich mich mittlerweile auch auf Abfahrten. Ihr kennt alle das Bild von Jan Frodeno oder Sebastian Kienle auf den Abfahrten: Hinter auf dem Oberrohr, Knie am Rahmen, Hände eng am Oberlenker und Kinn auf dem Aerolenker. Im Wettkampf habe ich eine Aeroflasche, also Kinn auf das rechte Armpad, damit mein Kopf ebenfalls niedrig ist. In den Serpentinen nach Obermässing wäre mir meine neue Abfahrtsfreude fast zum Verhängnis geworden. Auf der linken Spur fuhr ein Polizeiwagen zur Streckenkontrolle, auf der rechten Spur jagt Tim wie ein bekloppter Berserker den Berg zur ersten Serpentine hinunter, denn die hat mir schon am Donnerstag bei der Radabfahrt Spaß gemacht. Leider achte ich nicht so auf den Topspeed und gehe entsprechend spät in den Oberlenker zur Bremsung. Auf der Außenbahn fahren noch Athleten, also muss ich die Innenbahn mit der schärferen Kurve wählen. Also Vollbremsung. Hände mit aller Kraft in die Bremshebel gedrückt und schon leicht in die Kurve gelenkt. Dabei bricht das Hinterrad aus. Wie im Kino drifte ich also um die Kurve und habe dabei einen ziemlichen Schrägwinkel. Leider habe ich dabei keine Bremsspur hinterlassen wie ich in der zweiten Runde feststellen muss. Mit dem Schrecken und dem Adrenalin in den Knochen trete ich wieder voll an, um kein Tempo zu verlieren. Watt und Tempo? War mir in der Situation egal. In der Grafik sieht man aber bei ca. km 50 deutlich wie erst die Watt- und dann direkt die Geschwindigkeitskurve beim Beschleunigen ausbricht. Irre.
Danach plätschert es wieder vor sich hin bis kurz vor dem Kränzleinsberg mich Marcel Martens – bei einigen Twitterern, Brooksläufern, Instagrammern, Facebookern und Bloggern auch bekannt als Maazel, überholt. Damit hätte mich die dritte Hardtseemafiastaffel überholt und ich selber habe nur eine eingesammelt. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen, sodass ich versuche an ihm dran zu bleiben. Danke für den Weckruf Marcel. Ohne dich wäre der Tag ganz anders verlaufen! Kurz danach geht es den Solarer Berg rauf. Ich bin noch immer sprachlos, wenn ich daran denke. Für 2017 merke ich mir aber, dass ich auf jeden Fall dort – egal wie meine Pace ist – jeden Athleten in direkter Reichweite überhole, weil ich ab der Hälfte des Berges einen deutlich langsameren Athleten vor mir habe und in der Menschengasse entsprechend nicht überholen kann. Das ist ein irres Ding! Ludwig von Twitter schreit mich mitten am Berg an. Ich höre es nur, kann es aber nicht sehen. Dafür nehme ich Jane unmittelbar davor und später wieder in Hilpoltstein wahr. Zu Beginn der zweiten Radrunde sehe ich dann Johannes und Nina wieder, die ich schon morgens beim Schwimmstart getroffen habe. Schön euch alle gesehen und gehört zu haben! :-)
Kurz vor KM 90 stehen dann meine Freundin und ihre Mutter an der Strecke. Sabine schrieb auf Facebook, ich wäre dort entspannt. Eigentlich war es mehr Resignation und so rufe ich ihnen zu, dass ich 15 min später komme und Ingo entsprechend länger Zeit hat. Bei KM 95 will Marcel zwei Athleten vor mir überholen und ist dabei wohl nicht schnell genug. Zumindest ertönt ein Pfiff und er reiht sich brav ohne Zeitstrafe wieder ein. Grundsätzlich fällt mir auf, dass es zwar immer wieder Pulks gibt, aber nicht so schlimm. Wie es allerdings ganz vorne bei den Amateuren mit gleicher Geschwindigkeit ausschaut, weiß ich nicht. Ich befinde mich ja immer in unterschiedlichen „Tempogruppen“. Das Einreihen von Marcel nutze ich und überhole die Athleten. Nachdem in den letzten Jahren Hitzerennen auf  der Langdistanz hatte, musste ich auf meinen Snickers bei KM 100 verzichten. In Roth hatte ich ihn aber wieder dabei (Anmerkung des Autors: Nichtsdestotrotz nutze ich zu 100 % Dextro Energy. Am Sonntag hatte ich für den Bikepart 11 Gele dabei, um meine Ernährungsstrategie für den OstseeMan zu testen. Der Snickers ist einfach ein Relikt aus alten Zeiten, der mir schmeckt und auf der Langdistanz meine einzig feste Nahrung zwischen Start und Ziel ist). Im Wald vor Heideck gibt es also bergauf den Snickers. Der Zuckerschub verleiht mir Kraft. Als ich mich umblicke sehe ich Marcel, der sich von hinten zum Einholen anschiebt. Mir gibt der Snickers Selbstvertrauen, sodass mir meine Wattwerte egal sind. Ich gehe aus dem Sattel und klettere den Berg hoch. Auf der Abfahrt blieb mir nur ein Gedanke übrig: Tim, Du hast jetzt zwei Optionen: Entweder Du suchst weiterhin nach Ausreden für den Blog, warum der Wettkampf mies gelaufen ist oder Du versohlst Dir endlich mal wieder in den Hintern. Also habe ich mir in den Hintern getreten. So richtig kräftig. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Berserker sein. Das war ein gutes Gefühl. Ab da an wurde ich bis ins Ziel von keinem Athleten mehr überholt, sondern habe nur noch eingesammelt.
An der nächsten Verpflegungsstelle 5 km weiter dann der Schock. Auf einmal höre ich ein Geräusch am Vorderreifen und kann es nicht direkt zuordnen. Verliere ich langsam Luft? Schleift doch wieder mein Hinterrad? Letztendlich finde ich in der Vorderbremse ein kleines Stück Plastik von einem Riegel, welches wohl von einem überholten Athleten zufällig dorthin geflogen ist. Puh. Noch so einen Schock. Ich nutze das Adrenalin und trete ein weiteres Mal an. Am Berg in Greding kontrolliere ich mich das steile Stück und lasse mich danach gehen.  Wenn ich platze, dann platze ich halt. Dann bin ich wenigstens mit Herzblut untergegangen als mit Vernunft langweilig ins Ziel getrottet. Die Serpentinen nehme ich ähnlich schnell, auch wenn mein Rücken die kleine Aeroposition immer weniger mit macht. Zu meinem Bedauern stelle ich wirklich fest, dass ich mich auf dem Asphalt nicht verewigt habe. Irgendwie schade!
Danach verliere ich ein wenig den Druck. War ja auch nicht anders zu erwarten. An der Strecke ist es insgesamt in der zweiten Runde deutlich (!) leerer, dafür ist es windiger und man hat weniger Athleten auf der Strecke. Zwischendurch ist es gar fast einsam im fränkischen (nicht bayrischen!) Outback, doch pünktlich für die letzten 35 km kriege ich mich noch einmal zusammengerissen. Während ich vorher schon noch ein wenig auf meine Wattwerte geachtet habe, ist mir jetzt mein Variabilitätsindex total egal. Ich will die totale Zerstörung und ich probiere es wirklich. Am Oberlenker und mit brennenden Oberschenkel den Kränzleinsberg und Solarer Berg ein zweites Mal hinauf, doch beide Mal nicht kontrolliert weiterfahren, sondern schon beim Gang in die Aeroposition wieder den hohen Gang einlegen. Jetzt will ich auch das Laktat spüren. Bei der zweiten Rundendurchfahrt stelle ich fest, dass ich wirklich ziemlich identisch zur ersten Runde gefahren sein muss. Irre. Jetzt will ich noch die sub 5:15 Std. attackieren, damit ich doch weniger als 15 min Verspätung habe. Irgendein Erfolgserlebnis will ich dann doch haben. Vor Eckersmühlen werde ich von einem anderen Staffelradfahrer überholt, den ich wenige Kilometer vorher überholt habe. Am Berg aus dem Dorf hinaus sammel ich ihn wieder ein, werde dort allerdings sowas von blau, dass ich denke, dass ich jetzt wirklich komplett geplatzt bin. Also sammelt er mich wieder ein. Etwa einen Kilometer vor Roth setze ich zur finalen Überholung an. Blau sein mag ich. Dann passt meine Lunge wenigstens zu meinem Rennanzug. Raus in den Oberlenker und Schuhe ausgezogen. Nur weil ich Staffelfahrer bin, heißt es ja nicht, dass ich auch langsam wechseln muss. 5:12 auf der Uhr. Irre cool! Mir fehlt nur irgendwie ein Kilometer. Chip an Ingo übergeben und erst einmal hinsetzen.

Puuh! Das war eine wirklich irre letzte Rennstunde. Unzufrieden mit meiner Zeit, aber zufrieden mit meinem Kämpferfeeling. Schön, dass Du wieder da bist Mr. Berserker. Ich hoffe, jetzt bist Du für den OstseeMan richtig hungrig.
Dass ich in der Wechselzone aber knapp einen Liter Cola und Apfelschorle brauche, damit es mir wieder gut geht, gibt mir bei meiner Trinkstrategie dann doch zu denken. Also den Dixibesuch im Zweifelsfall lieber nicht vermeiden. So dehydriert wäre auf der Laufstrecke nicht ganz so witzig geworden.

Nichtsdestotrotz ist mir eigentlich schon auf der Bierbank und der Massageliege in der Wechselzone klar: Roth, ich komme wieder! Nach einer langen Autofahrt, einem wirklich schönen Wochenende mit der Hardtseemafia, einer tollen Staffel mit Ronny und Ingo (danke ihr beiden!), viel Spaß beim Anfeuern auf der Laufstrecke und dann doch nicht ganz so ernüchternden Wattwerten wird mir auch klar:

Roth, wir sehen uns 2017 wieder!

Bis demnächst,
Tim

Challenge Roth 2016

Ich war in den letzten Tagen von Donnerstag bis Montag in Roth zur Challenge. Am Sonntag hatte ich dort die Ehre, dass ich mit Ronny und Ingo die 23. von 30 Staffeln für die Hardtseemafia bilden durfte. Nachdem Ronny zwischen 1:10 und 1:20 Std. schwimmen wollte, kletterte er in ziemlich guten 1:15 Std. aus dem Wasser. Da ich Ingo erst sechs Wochen vorher ziemlich spontan mit dem Vorschlag seinen ersten Marathon in Roth zu laufen überredet hatte, wollte ich mir natürlich nicht zu viel Zeit lassen, damit er auf jeden Fall genügend Zeit hat den Marathon entspannt zu laufen und danach noch einen Tribünenplatz bei der Finishlineparty zu ergattern.

Radstrecke Roth

Die Radstrecke in Roth besteht aus quasi zwei Runden. Aus der Wechselzone fährt man knapp 200 m bis zur Hauptstraße und ist somit auf dem Rundkurs, der über 85 km geht. Nach der zweiten Runde bleibt man auf der Strecke und folgt ihr noch weitere ca. 3 km bis man in Eckersmühlen nicht links in die dritte, sondern nach rechts in Richtung Roth abbiegt (Stern 1). Direkt am Ortseingang in Roth befindet sich die Wechselzone 2, sodass hier die muntere Radtour beendet ist. Die Strecke weißt etwa 1.300 Höhenmeter auf und ist im Vergleich zum OstseeMan keineswegs verwinkelt, sodass sich 98 % aller Kurven mit Tempo und Aeroposition nehmen lässt. Grundsätzlich ist die Strecke auch schön rhythmisch zu fahren. Einzig der Berg bei Greding (Stern 3) mit zwischendurch 10 % Steigung und einer Länge von bestimmt 6-8 km ist gemein. Dort ist man bei km 40 und 135. Die ersten 2 km auf der Steigung sind fies, danach wird es deutlich flacher, sodass man wieder in Aeroposition fahren kann. Nichtsdestotrotz erreicht man den höchsten Punkt eben erst einige Kilometer später. Aufgrund der Länge kostet die Passage natürlich Zeit. Zwei weitere Knackpunkte, die aber deutlich kürzer sind, sind der Kränzleinsberg (Stern 6) kurz vor Hilpoltstein und der berühmte Solarer Berg (Stern 7) raus aus Hilpoltstein. Speziell zweiterer ist total irre. Hier empfehle ich einfach mal Youtube zu benutzen. Tour de France Feeling vom Feinsten sage ich euch! Bergab geht es dafür zwischen Thalmässing und Gerding für einige Kilometer sowie die Serpentinen runter nach Obermässing. Speziell zweitere haben es in sich.

Kommen wir zu den harten Fakten

Das ist meine Einheit im Polar Flow: https://flow.polar.com/training/analysis/702363705

5:12:09 Std. Ich habe hierbei die Uhr beim Anfahren und nicht beim Rüberschieben über die Timingmatte gestartet, sodass mir hier ca. 20 Sek. im Vergleich zu den Ergebnislisten fehlen.

34,4 km/h im Durchschnitt
202 Watt im Durchschnitt
219 Watt normalisierte Leistung
144 bpm/min im Durchschnitt
3864 kcal verbrannt
77 Trittfrequenz im Durchschnitt

In Bezug zu meiner Laktatschwelle/ meinem FTP-Wert ergibt sich ein Identitätsfaktor von 0,71. 1,0 wäre genau der FTP-Wert. Joe Friel listet für Langdistanz Amateure einen perfekten IF von 0,6 – 0,7 sowie für Profis einen IF von 0,7 – 0,79. Ich zähle mich jetzt einfach mal frecherweise nicht mehr als Rookie, sodass ich mit den 0,71 durchaus zufrieden bin. Des Weiteren bin ich vorher noch nie 180 km nach Watt gefahren, sodass es für mich hier Neuland war (und nicht mehr ist liebe Angie).
Viel wichtiger ist jedoch im Rennen der Variabilitätsindex. Dieser berechnet sich aus der normalisierten Leistung durch die durchschnittliche Leistung. Die normalisierte Leistung ist bekanntlich die durchschnittliche Leistung mit Schwerpunkt auf die Trittphasen, sodass die Phasen ohne Trittfrequenz schwächer gewertet werden. Bei Intervalltraining ist die normalisierte Leistung entsprechend deutlich anders als bei konstanten Dauereinheiten. Der Variabilitätsindex sagt somit aus, wie konstant ich gefahren bin. 219 durch 202 ergibt 1,08. Perfekt laut Joe Friel wären auf einer Langdistanz unter 1,05. Dies hätte ich auch geschafft, wenn nicht die letzten 1 bis 1,5 Rennstunden gewesen wären, aber dazu gleich mehr.

Challenge Roth Radauswertung- Polar Flow Auswertung -

Meine persönliche Auswertung

Die Zeit finde ich ziemlich mistig. Eigentlich wäre ich sie gerne so 10 Min. schneller gefahren. Die ersten 30 km liefen auch ganz gut, aber dann merkte ich mal wieder meine Lendenwirbel und mit der schwindenden Motivation war bis KM 100 dann auch ziemlich doll der Ofen aus und die Motivation im Eimer. Ich weiß gar nicht, wie oft ich in der Zeit überlegt habe den OstseeMan in 2,5 Wochen einfach abzusagen… Shit! Wenn man einmal im Rennen in so einem negativen Gedankenstrudel ist, ist es verdammt schwierig dort wieder herauszukommen. Letztendlich habe ich aber nicht genug Druck auf den Pedalen gehabt – so wie schon die gesamte Saison nicht und ich weiß ganz ehrlich nicht warum. Meine aktuelle Vermutung ist, dass ich durch die Achillessehnengeschichte das Krafttraining massiv runtergeschraubt habe und danach auch die Radintervalle ziemlich lange aussetzen musste und entsprechend verschleppt habe. Das wird sich jetzt wohl rächen.

Auf der positiven Seite steht das Pacing, welches sich ja nun auch im IF widerspiegelt. Guckt man sich oben die Kurven an sieht man neben viel zickzack auch, dass ich dort in der zweiten Hälfte keinen Einbruch habe. Wahrscheinlich sind das die ersten 180 km, die ich konstant gefahren bin. Die zweite Radrunde  bin ich ganze 39 sec langsamer als die erste Runde gefahren, wobei ich in der ersten Runde noch die 200 m Auffahrt hatte und die zweite Runde deutlich windiger war. Die letzten 9 km nach Roth rein bin ich im 37,8er Schnitt gefahren. Bei den durchschnittlichen Wattwerten sieht es so aus: 198 (Runde 1), 205 (Runde 2), 218 (Einfahrt Roth). Nach einer wirklich guten Massage in der Wechselzone und keinerlei Problemen zu Ingo zur Staffelübergabe fix zu laufen, hatte ich am Montag auch keinerlei Muskelkater oder schwere Beine. Irre. Dafür war und bin ich noch recht müde, was aber auch an vier Nächten im kleinen Igluzelt liegen wird. Für einen Einzelstart muss ich mir dort noch eine Alternative kaufen… ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn:
Die Zeit ist murks, aber das Pacing ist astrein oder wie es so schön heißt: Nach Watt fahren, macht einsam. Erst wirst Du überholt und dann sammelt man ein. Auch die Ergebnisse lesen sich nicht so schlecht: 220. nach dem Schwimmen und Platz 104 nach dem Radeln. Also irgendwie die Kraft in den Griff kriegen und dann wird das schon.

Mein Rennbericht

Nachdem ich bis hinter Eckersmühlen einen 39er Schnitt hatte, musste ich ein wenig das Tempo rausnehmen, sodass ich nach etwa 10 km meine Wattwerte gefunden habe. Knapp die erste Rennstunde verlief so gut, dass ich schon ein wenig Angst hatte. Als Staffelfahrer ist es auf der Radstrecke echt angenehm. Die schnellen Amateure starten mit Dir gerade in die zweite Radrunde, weil sie 3,5 Std vor uns ihren Schwimmstart hatten. Die letzten Amateure starten eine Stunde vor den Staffeln, sodass auch hier die letzten Teilnehmer ziemlich fix von uns Staffelradfahrern überholt werden. Die erste Runde war entsprechend voller, da ich hier eben mit überrundet wurde während ich aber parallel das Einzelstarterfeld die ganze Zeit von hinten aufgerollt habe. Just in dem Moment kurz hinter Thalmässing als ich mich freue, dass ich ja keinerlei Rückenprobleme habe, setzen wieder einmal meine Lendenwirbelprobleme ein. Die sind nun schon seit April mein regelmäßiger Begleiter und bis zum MRT und Orthopädenauswertung wird der 1. September vergangen sein. Hilft ja nichts. Gute Orthopäden sind eben beliebt… Als es dann auch noch in meinen rechten Oberschenkel wieder einmal runterzog, wurden meine Oberschenkel schlagartig schwer. Der Ofen war aus. Das zeigt sich auch in den Wattwerten ab KM 30. Von dort an hieß es eigentlich nur noch irgendwie überleben und gucken, dass ich wenigstens konstante Wattwerte gefahren kriege.
Nachdem ich in den letzten Jahren in den Abfahrten ein ziemlicher Schisser war, fühle ich mich seit meinem Bikefitting im Winter ziemlich wohl auf meinem Rad. Entsprechend wohl fühle ich mich mittlerweile auch auf Abfahrten. Ihr kennt alle das Bild von Jan Frodeno oder Sebastian Kienle auf den Abfahrten: Hinter auf dem Oberrohr, Knie am Rahmen, Hände eng am Oberlenker und Kinn auf dem Aerolenker. Im Wettkampf habe ich eine Aeroflasche, also Kinn auf das rechte Armpad, damit mein Kopf ebenfalls niedrig ist. In den Serpentinen nach Obermässing wäre mir meine neue Abfahrtsfreude fast zum Verhängnis geworden. Auf der linken Spur fuhr ein Polizeiwagen zur Streckenkontrolle, auf der rechten Spur jagt Tim wie ein bekloppter Berserker den Berg zur ersten Serpentine hinunter, denn die hat mir schon am Donnerstag bei der Radabfahrt Spaß gemacht. Leider achte ich nicht so auf den Topspeed und gehe entsprechend spät in den Oberlenker zur Bremsung. Auf der Außenbahn fahren noch Athleten, also muss ich die Innenbahn mit der schärferen Kurve wählen. Also Vollbremsung. Hände mit aller Kraft in die Bremshebel gedrückt und schon leicht in die Kurve gelenkt. Dabei bricht das Hinterrad aus. Wie im Kino drifte ich also um die Kurve und habe dabei einen ziemlichen Schrägwinkel. Leider habe ich dabei keine Bremsspur hinterlassen wie ich in der zweiten Runde feststellen muss. Mit dem Schrecken und dem Adrenalin in den Knochen trete ich wieder voll an, um kein Tempo zu verlieren. Watt und Tempo? War mir in der Situation egal. In der Grafik sieht man aber bei ca. km 50 deutlich wie erst die Watt- und dann direkt die Geschwindigkeitskurve beim Beschleunigen ausbricht. Irre.
Danach plätschert es wieder vor sich hin bis kurz vor dem Kränzleinsberg mich Marcel Martens – bei einigen Twitterern, Brooksläufern, Instagrammern, Facebookern und Bloggern auch bekannt als Maazel, überholt. Damit hätte mich die dritte Hardtseemafiastaffel überholt und ich selber habe nur eine eingesammelt. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen, sodass ich versuche an ihm dran zu bleiben. Danke für den Weckruf Marcel. Ohne dich wäre der Tag ganz anders verlaufen! Kurz danach geht es den Solarer Berg rauf. Ich bin noch immer sprachlos, wenn ich daran denke. Für 2017 merke ich mir aber, dass ich auf jeden Fall dort – egal wie meine Pace ist – jeden Athleten in direkter Reichweite überhole, weil ich ab der Hälfte des Berges einen deutlich langsameren Athleten vor mir habe und in der Menschengasse entsprechend nicht überholen kann. Das ist ein irres Ding! Ludwig von Twitter schreit mich mitten am Berg an. Ich höre es nur, kann es aber nicht sehen. Dafür nehme ich Jane unmittelbar davor und später wieder in Hilpoltstein wahr. Zu Beginn der zweiten Radrunde sehe ich dann Johannes und Nina wieder, die ich schon morgens beim Schwimmstart getroffen habe. Schön euch alle gesehen und gehört zu haben! :-)
Kurz vor KM 90 stehen dann meine Freundin und ihre Mutter an der Strecke. Sabine schrieb auf Facebook, ich wäre dort entspannt. Eigentlich war es mehr Resignation und so rufe ich ihnen zu, dass ich 15 min später komme und Ingo entsprechend länger Zeit hat. Bei KM 95 will Marcel zwei Athleten vor mir überholen und ist dabei wohl nicht schnell genug. Zumindest ertönt ein Pfiff und er reiht sich brav ohne Zeitstrafe wieder ein. Grundsätzlich fällt mir auf, dass es zwar immer wieder Pulks gibt, aber nicht so schlimm. Wie es allerdings ganz vorne bei den Amateuren mit gleicher Geschwindigkeit ausschaut, weiß ich nicht. Ich befinde mich ja immer in unterschiedlichen „Tempogruppen“. Das Einreihen von Marcel nutze ich und überhole die Athleten. Nachdem in den letzten Jahren Hitzerennen auf  der Langdistanz hatte, musste ich auf meinen Snickers bei KM 100 verzichten. In Roth hatte ich ihn aber wieder dabei (Anmerkung des Autors: Nichtsdestotrotz nutze ich zu 100 % Dextro Energy. Am Sonntag hatte ich für den Bikepart 11 Gele dabei, um meine Ernährungsstrategie für den OstseeMan zu testen. Der Snickers ist einfach ein Relikt aus alten Zeiten, der mir schmeckt und auf der Langdistanz meine einzig feste Nahrung zwischen Start und Ziel ist). Im Wald vor Heideck gibt es also bergauf den Snickers. Der Zuckerschub verleiht mir Kraft. Als ich mich umblicke sehe ich Marcel, der sich von hinten zum Einholen anschiebt. Mir gibt der Snickers Selbstvertrauen, sodass mir meine Wattwerte egal sind. Ich gehe aus dem Sattel und klettere den Berg hoch. Auf der Abfahrt blieb mir nur ein Gedanke übrig: Tim, Du hast jetzt zwei Optionen: Entweder Du suchst weiterhin nach Ausreden für den Blog, warum der Wettkampf mies gelaufen ist oder Du versohlst Dir endlich mal wieder in den Hintern. Also habe ich mir in den Hintern getreten. So richtig kräftig. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Berserker sein. Das war ein gutes Gefühl. Ab da an wurde ich bis ins Ziel von keinem Athleten mehr überholt, sondern habe nur noch eingesammelt.
An der nächsten Verpflegungsstelle 5 km weiter dann der Schock. Auf einmal höre ich ein Geräusch am Vorderreifen und kann es nicht direkt zuordnen. Verliere ich langsam Luft? Schleift doch wieder mein Hinterrad? Letztendlich finde ich in der Vorderbremse ein kleines Stück Plastik von einem Riegel, welches wohl von einem überholten Athleten zufällig dorthin geflogen ist. Puh. Noch so einen Schock. Ich nutze das Adrenalin und trete ein weiteres Mal an. Am Berg in Greding kontrolliere ich mich das steile Stück und lasse mich danach gehen.  Wenn ich platze, dann platze ich halt. Dann bin ich wenigstens mit Herzblut untergegangen als mit Vernunft langweilig ins Ziel getrottet. Die Serpentinen nehme ich ähnlich schnell, auch wenn mein Rücken die kleine Aeroposition immer weniger mit macht. Zu meinem Bedauern stelle ich wirklich fest, dass ich mich auf dem Asphalt nicht verewigt habe. Irgendwie schade!
Danach verliere ich ein wenig den Druck. War ja auch nicht anders zu erwarten. An der Strecke ist es insgesamt in der zweiten Runde deutlich (!) leerer, dafür ist es windiger und man hat weniger Athleten auf der Strecke. Zwischendurch ist es gar fast einsam im fränkischen (nicht bayrischen!) Outback, doch pünktlich für die letzten 35 km kriege ich mich noch einmal zusammengerissen. Während ich vorher schon noch ein wenig auf meine Wattwerte geachtet habe, ist mir jetzt mein Variabilitätsindex total egal. Ich will die totale Zerstörung und ich probiere es wirklich. Am Oberlenker und mit brennenden Oberschenkel den Kränzleinsberg und Solarer Berg ein zweites Mal hinauf, doch beide Mal nicht kontrolliert weiterfahren, sondern schon beim Gang in die Aeroposition wieder den hohen Gang einlegen. Jetzt will ich auch das Laktat spüren. Bei der zweiten Rundendurchfahrt stelle ich fest, dass ich wirklich ziemlich identisch zur ersten Runde gefahren sein muss. Irre. Jetzt will ich noch die sub 5:15 Std. attackieren, damit ich doch weniger als 15 min Verspätung habe. Irgendein Erfolgserlebnis will ich dann doch haben. Vor Eckersmühlen werde ich von einem anderen Staffelradfahrer überholt, den ich wenige Kilometer vorher überholt habe. Am Berg aus dem Dorf hinaus sammel ich ihn wieder ein, werde dort allerdings sowas von blau, dass ich denke, dass ich jetzt wirklich komplett geplatzt bin. Also sammelt er mich wieder ein. Etwa einen Kilometer vor Roth setze ich zur finalen Überholung an. Blau sein mag ich. Dann passt meine Lunge wenigstens zu meinem Rennanzug. Raus in den Oberlenker und Schuhe ausgezogen. Nur weil ich Staffelfahrer bin, heißt es ja nicht, dass ich auch langsam wechseln muss. 5:12 auf der Uhr. Irre cool! Mir fehlt nur irgendwie ein Kilometer. Chip an Ingo übergeben und erst einmal hinsetzen.

Puuh! Das war eine wirklich irre letzte Rennstunde. Unzufrieden mit meiner Zeit, aber zufrieden mit meinem Kämpferfeeling. Schön, dass Du wieder da bist Mr. Berserker. Ich hoffe, jetzt bist Du für den OstseeMan richtig hungrig.
Dass ich in der Wechselzone aber knapp einen Liter Cola und Apfelschorle brauche, damit es mir wieder gut geht, gibt mir bei meiner Trinkstrategie dann doch zu denken. Also den Dixibesuch im Zweifelsfall lieber nicht vermeiden. So dehydriert wäre auf der Laufstrecke nicht ganz so witzig geworden.

Nichtsdestotrotz ist mir eigentlich schon auf der Bierbank und der Massageliege in der Wechselzone klar: Roth, ich komme wieder! Nach einer langen Autofahrt, einem wirklich schönen Wochenende mit der Hardtseemafia, einer tollen Staffel mit Ronny und Ingo (danke ihr beiden!), viel Spaß beim Anfeuern auf der Laufstrecke und dann doch nicht ganz so ernüchternden Wattwerten wird mir auch klar:

Roth, wir sehen uns 2017 wieder!

Bis demnächst,
Tim


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